Unser SRAM Eagle 90 im Test, die neue mechanische T-Type-Gruppe des amerikanischen Herstellers
09 avril 2025
Unser SRAM Eagle 90 im Test, die neue mechanische T-Type-Gruppe des amerikanischen Herstellers
Anfang März war Alltricks in Bayern, am europäischen Hauptsitz von SRAM, um das neue SRAM Eagle 90 Schaltwerk und die brandneuen SRAM Motive Bremsen kennenzulernen und zu testen. Seit mehreren Wochen fahren wir das neue Schaltwerk samt Bremsen auf unseren anspruchsvollen Trails in Südfrankreich. Hier findest du alle Details und unsere Eindrücke im großen SRAM Eagle 90 im Test.

Inhaltsverzeichnis – SRAM Eagle 90 im Test
- Vorstellung des SRAM Eagle 90 Schaltwerks
- Installation du SRAM Eagle 90
- Praxistest der Sram Eagle 90 Gruppe
- Fazit zum SRAM Eagle 90 Test
Vorstellung der SRAM Eagle 90
Vor genau einem Jahr stellte SRAM seine erste Schaltgruppe mit T-Type Schnittstelle vor – das elektrische Topmodell XX Eagle AXS. Es folgten die preisgünstigeren Varianten XO T-Type, GX T-Type und das eher OEM-orientierte S1000 T-Type. All diese Gruppen arbeiten drahtlos per AXS. Was bisher fehlte? Mechanische T-Type Gruppen – und genau hier kommen die neuen SRAM Eagle 90 und Eagle 70 ins Spiel.
T-Type Technologie – SRAM Eagle 90 im Test
Was ist T-Type überhaupt? T-Type ist eine von SRAM entwickelte Technologie, bei der das Schaltwerk direkt am Rahmen befestigt wird, ganz ohne Schaltauge. Dank der Verbreitung des UDH-Standards (Universal Derailleur Hanger) sind mittlerweile viele Rahmen mit dieser Technologie kompatibel.
Der große Vorteil? Eine extrem hohe Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit, vor allem unter hoher Belastung – zum Beispiel bei E-MTBs. Das sorgt für präzisere Gangwechsel, selbst unter Last. Und: Ersatz-Schaltaugen gehören der Vergangenheit an. Das T-Type System ist so robust, dass SRAM-Ingenieure sich im Test mit beiden Füßen auf das Schaltwerk stellen konnten – ohne Schäden!
Das SRAM Eagle 90 im Test setzt auf diese widerstandsfähige T-Type-Befestigung – allerdings mit klassischer Seilzug-Schaltung, also mechanisch statt elektronisch. Du profitierst also von modernster Technik zu einem attraktiveren Preis.
Eigenschaften des Eagle 90 Schaltwerks
Schon beim Auspacken macht das Eagle 90 Eindruck: Mit seinen polierten Aluminiumteilen wirkt es wertig und stabil. Besonders spannend: Alle Komponenten sind modular und einzeln austauschbar – vom Schaltkäfig über die Parallelogramme bis hin zu den Achsen. Sollte doch mal etwas kaputtgehen, findest du online Ersatzteile.
Das komplette Eagle 90 Schaltset beinhaltet:
- Eine überarbeitete 10–52 Kassette (XS-1275) für geschmeidige Gangwechsel
- Eine neue geschmiedete Aluminium-Kurbel (in 155 bis 175 mm)
- Eine stylische Flattop-Kette
- Einen neuen Shifter, verfügbar in klassischer Ausführung und als Single-Click-Version für E-MTBs
Wichtig: Der Seilzugsweg unterscheidet sich von bisherigen 12-fach-Gruppen wie GX oder NX. Schaltwerk und Schalthebel des Eagle 90 (und 70) sind also nicht kompatibel mit früheren Gruppen.
Die Kassette des Eagle 70 (XS-1270) passt ebenfalls – sie kommt mit HG-Freilauf und nun ebenfalls mit 10-Zähne Start.

Position des Eagle 90 in der SRAM-Produktpalette
Die neuen SRAM Eagle 90 im Test und Eagle 70 Gruppen ergänzen das SRAM-Sortiment, ohne bestehende Gruppen wie GX oder NX zu ersetzen. Letztere bleiben erhältlich, insbesondere für Rahmen ohne UDH-Kompatibilität.
Zur besseren Übersicht:
SRAM MTB-Schaltgruppen 2025
AXS (Drahtlos)
- XX1 Eagle AXS (T-Type / Full Mount)
- X01 Eagle AXS
- GX Eagle AXS
Mechanisch
- XX1 Eagle (T-Type)
- X01 Eagle
- Eagle 90
- Eagle 70
Klassisches Schaltauge
- GX Eagle
- NX Eagle
- SX Eagle
Installation du SRAM Eagle 90
Bevor du das neue SRAM Eagle 90 genießen kannst, mussten wir die Gruppe auf unserem Cube AMS ONE11 montieren. Dafür haben wir die Anleitung von SRAM über die SRAM AXS Mobile App befolgt. Alle erforderlichen Schritte sind dort beschrieben, inklusive der Tutorials und detaillierten Anweisungen für den Zusammenbau und die Einstellung des neuen Schaltwerks. Es gibt einen speziellen Prozess für die Einstellung des SRAM Eagle 90 im Test, der unter anderem die Kinematik deines Fahrrads, eine zu beachtende Kettenlänge und eine spezielle Position des Schalters (A oder B) am Schaltwerk umfasst. Es ist technisch, aber für Einsteiger zugänglich, wenn man die von SRAM empfohlenen Schritte genau befolgt.

Praxistest der Sram Eagle 90 Gruppe
Wir konnten die ersten Runden mit dieser neuen Eagle 90 Gruppe in Deutschland, hinter dem SRAM Hauptsitz, fahren. Schon bei den ersten Anstiegen war das Gefühl gut. Die Ergonomie und das Handling erinnern an das, was wir von einem GX 12-Gang gewohnt sind. In dieser Hinsicht fühlen wir uns auf vertrautem Terrain. Der Gangwechsel fühlt sich jedoch weicher an, besonders wenn wir in Richtung des unteren Kassettengangs schalten. Die Schaltvorgänge sind schneller und leiser, mit weniger Kraftaufwand.
Für kraftvolle Gangwechsel spürt man die Robustheit des neuen Schaltwerks. Auch unter hoher Belastung schaltet es problemlos und das ist besonders vorteilhaft, vor allem beim E-Mountainbike (VTTAE).
Besonderheit des Schaltwerks
Eine besondere Eigenschaft des Schaltwerks ist, dass es sich bei einem Sturz nach hinten neigen kann. Es absorbiert so die Aufprallkraft durch eine Rotationsbewegung. Um es wieder in Position zu bringen, reicht es, es manuell in seine Ausgangsposition zurückzusetzen oder die Hinterachse zu lösen, um es « freizugeben ». Einfach und effektiv.

Fazit zum SRAM Eagle 90 Test
Diese neue SRAM Eagle 90 Gruppe ist ein großer Erfolg. Sie ergänzt die aktuelle SRAM Produktreihe perfekt mit einem Schaltwerk, das sowohl einfach als auch präzise ist und vor allem äußerst robust. Es ist zudem reparierbar im Falle eines Sturzes, was besonders bei E-Bikes von großem Vorteil ist, da das Schaltwerk hier besonders hohen Belastungen ausgesetzt ist. Mit Sicherheit wird es der neue Beststeller von SRAM!
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