TOP 5 der besten Radwege in Bayern
1. Tour zum Sylvenstein für Laufenlasser
Zugegeben, die Anfahrt mit dem Zug nach Mittenwald ist nicht gerade die kürzeste, aber dafür landschaftlich reizvoll - und wird dann von den knapp 60 Kilometern auf dem Rad locker getoppt, und das bei einem angenehmen Gefälle: von 923 Meter runter auf 658 Meter. Vom Bahnhof in Mittenwald geht es über die Partenkirchnerstraße an die Isar, und die lässt man für die nächsten Stunden nicht mehr aus den Augen, bis es in Tölz hoch zur BOB geht. Vorbei am Hochseilgarten am sogenannten Isarhorn führt der Weg über Krün nach Wallgau, wo man beim Golfclub auf die Mautstraße Richtung Sylvensteinspeicher abbiegt. Wohl nirgends ist die Isar malerischer als hier vor der mächtigen Karwendelkulisse. Ab Vorderriss, wo der Biergarten des Gasthofs Post zur Rast einlädt, liegt die Isar dann zur Linken, bis sich der Fluss zum Stausee weitet. Von hier aus geht es auf meist schattigem Weg bis ins Zentrum von Tölz.
2. Schlossparkrunde im Allgäu
Der mit fünf Sternen zertifizierte Fernradweg führt in fünf Etappen auf knapp 220 Kilometern durchs Ostallgäu, vorbei an Burgen und Schlössern, Seen und Bergen. Und folgt dem Geist von Märchenkönig Ludwig II.: An ihn erinnern die Burgruine Falkenstein (auch hier wollte Ludwig eine Märchenburg errichten lassen, das Projetk wurde aber nie realisiert) und die Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein. Verlauf: Füsse, Lechbruck, Kaufbeuren, Buchloe, Bad Wörishofe, Irsee, Görisried, Nesselwang, Pfronten und zurück nach Füssen. Abwechslung vom Strampeln findet man bei Kneipp-Kuren oder auf Moorwanderwegen. Die Strecke mit mässigen, gelegentlich auch grösseren Steigungen verläuft meist auf Landstrassen mit wenig Verkehr, vielfach folgt die Route auch Bahnstrassen. Sie lässt sich teilweise verkürzen oder aufteilen. Gute Infrastruktur für Radtouristen.
3. Die Chiemsee-Runde für Rundfahrer
In einer Stunde von der Stadt ans Meer: kein Problem mit dem Meridian der Oberlandbahn. 56 Minuten braucht er vom Hauptbahnhof bis nach Prien am Chiemsee, dem "Bayerischen Meer". Vom Bahnhof aus lässt man es erst mal rollen, die Seestraße runter, biegt kurz vorm Dampfersteg links ab in die Osternacherstraße Richtung Rimsting. Von hier an ergibt sich der stets gut ausgeschilderte, an Höhenmetern arme Weg praktisch von selbst: im Uhrzeigersinn immer schön am See lang, über Gstadt (erster Eis-Stopp im Venezia), Lambach (am Campingplatz lockt der schönste aller Kampenwandblicke), Seebruck und Chieming, wo im Biergarten "Beim Wegmacher" das Renkenfilet zu empfehlen ist. Etwas schicker geht es ein paar Meter weiter im Al Dente zu. Wer sich da losreißen kann, fährt über Grabenstätt und Winkl, überquert die Tiroler Ache und steuert zum Sundowner die Beach Bar am Strandbad Übersee an. Von hier aus folgen dann am Abend die härtesten der insgesamt rund 40 Kilometer: vier an der Zahl bis zum Bahnhof Übersee. Der letzte Zug fährt kurz vor Mitternacht.
4.Oberpfälzer Radl-Welt
Der reizvolle Oberpfalz per Rad erleben! Eine neue, 500 Kilometer lange und gut ausgeschilderte Route schlängelt sich in Form einer liegenden Acht durch den Oberpfälzer Wald im Nordosten Bayerns. Start ist in Weiden. Am Weg liegen herb-schöne Landschaften wie das Waldnaab- oder Fichtelnaab-Tal, urzeitliche Vulkankegel wie der Rauhe Kulm und zahlreiche Panorama-Ausblicke. Die Route durchquert auch ruhige Städte wie Tirschenreuth oder Waldsassen mit seiner berühmten Stiftsbibliothek und der Barockkirche Kappl, führt in das Heilbad Sybillenbad und passiert Teiche und Burgruinen. Komfortaber durchzuführen dank Bahnstationen, Ladestationen für E-Räder, zahlreicher Gasthöfe und Hotels. Man nutzt ausgediente Bahnstrassen, rollt an Flüssen entlang oder bewältigt auch mal steile Anstiege. Zusätzlich erschliessen zwei- bis vertägige Touren verschiedene Oberpfälzer "Erlebniswelten" wie etwa die Route "Wasserwelten" die Seenplatte bei Schwandorf. Die Route "Zoigl & Fisch" macht bekannt mit den Gaumengenüssen der Region: Dem untergärigen Zoigl- Bier aus kleinen Kommunbrauereien und Karpfen aus den vielen Teichen der Region.
5. Donautäler
Die Route erkundet auf gut 300 Kilometern vierzehn Nebentäler der Donau in Bayerische-Schwaben. Die gut ausgeschilderten Strecken, zwischen 16 und 100 Kilometer lang, verlaufen gelegentlich auch auf Württembergischem Boden. Die Touren erschliessen die Landschaft zwischen Iller und Donau, an der mäandernden Zusam und die Region zwischen der Egau und der Kessel mit ihren Wäldern und Weihern. Man fährt über die Heideterassen der Schwäbischen Alb mit Donau-Ausblicken, passiert zwischen Günz und Kammel Seen, Weiher und Naturfreibäder und folgt dem Fluss von Mindel und Glött.
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