Test des Bluegrass Venture: Die multifunktionale Schutzweste, die den Rucksack ersetzt?
17 juillet 2026
Das Bluegrass Venture ist eine hybride Ausrüstung, die einen MTB-Rückenschutz, eine Trinkweste und eine kompakte Transportlösung für anspruchsvolle MTB-Touren kombiniert.
Ich bin Adèle, ich arbeite seit fast 4 Jahren bei Alltricks und bin leidenschaftliche Enduro-Fahrerin. Ich habe für dich die neue Bluegrass Venture Schutzweste unter realen Bedingungen beim Training und dann im Rennen beim Enduro des Vélo Vert Festivals getestet. Das Ergebnis ist ziemlich klar, ich habe sie angenommen!

Im Enduro- sowie All-Mountain-Bereich stellt sich oft vor der Abfahrt die Frage, ob man eher Schutz oder Praktikabilität bevorzugen soll? Mit einem Rückenschutz zu fahren gibt dir ein echtes Sicherheitsgefühl, schränkt aber manchmal das mitgenommene Material ein, während ein Rucksack oder eine Trinkblase dir erlaubt, mehr Ausrüstung zu transportieren – allerdings auf Kosten eines zusätzlichen Gewichts und störender Bewegungen bei Abfahrten.
Das Bluegrass Venture versucht genau diesen Kompromiss zu beseitigen, indem es beide Nutzungen in einem Produkt vereint. Der Rückenschutz ist direkt in eine eng anliegende Weste integriert, die zudem das Wesentliche für einen Tag auf dem Bike transportieren kann.
Technische Eigenschaften
- EN1621 zertifiziert: Rücken Typ B Stufe 2 / Brust Typ B Stufe 1.
- Fach für Trinkblase mit maximalem Fassungsvermögen von 1,5L
- Schnellverstellbare und leicht zu bedienende Einstellsysteme an den Seiten für eine schnelle Anpassung der Taille während der Fahrt.
- Anpassbare Taschen zum Verstauen des Wesentlichen für die Praxis.
- Vorderseite aus atmungsaktivem Mesh zur Maximierung der Luftzirkulation.
- Ergonomischer Schnitt zur Verbesserung des Komforts beim Treten.
- Abnehmbarer Rückenschutz für einfaches Handwaschen.
- Gewicht Größe S: 715 g
Im Gelände eine beeindruckende Stabilität
Getestet auf den Sonderprüfungen und den langen Verbindungsstrecken des Vélo Vert Festivals, zeichnet sich der Venture vor allem durch seinen Halt aus.
Das ist wahrscheinlich das, was mich bei den ersten Abfahrten am meisten überrascht hat. Man hat nicht das Gefühl einer Tasche, die bei holprigen Passagen verrutscht oder sich verschiebt. Alles bleibt dicht am Körper, stabil und perfekt an seinem Platz.
In schnellen oder technischen Abschnitten begleitet die Weste die Bewegungen ganz natürlich, ohne zu stören. Nach ein paar Minuten vergisst man fast, dass man sie trägt, was letztendlich das beste Kompliment ist, das man diesem Produkttyp machen kann.
Die Weste bleibt auch beim Treten bequem. Die Materialien atmen gut und der taillierte Schnitt reduziert Reibungen. An einem ganzen Tag auf dem Bike musste ich sie nie neu einstellen.
Eine durchdachte Aufbewahrung für anspruchsvolle Touren
Der Bluegrass Venture geht aufs Wesentliche ein und bietet gleichzeitig genug Platz, um das Nötigste zu transportieren.
Ich konnte zum Beispiel einen Ersatzschlauch in der großen Rückentasche mitnehmen. Die vorderen Taschen fassten mühelos ein Multitool, Reifenheber und mehrere Energieriegel. Eine kleine Reißverschlusstasche sichert deine Schlüssel oder einen Wertgegenstand, während eine horizontale Rückentasche praktisch für eine leichte Jacke ist.
Die Organisation ist einfach, aber effektiv. Alles bleibt zugänglich und vor allem sehr stabil dank der Lastverteilung dicht am Körper.
Bisher fuhr ich meistens mit einem klassischen Rückenprotektor kombiniert mit einem kleinen Trinkrucksack. Mit dem Venture habe ich dieses Setup komplett aufgegeben.
Schutz und Pflege, die Details, die den Unterschied machen
Über den praktischen Aspekt hinaus ist der Venture in erster Linie eine Schutzausrüstung.
Der Rückenprotektor vermittelt Vertrauen mit einer ernsthaften Abdeckung des Rückens und einem Schutzlevel, das mit dem eines klassischen Protektors vergleichbar ist. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, Sicherheit zugunsten von Komfort oder Praktikabilität zu opfern.
Besonders gefallen hat mir auch die einfache Pflege. Die Protektorenplatten lassen sich schnell herausnehmen, um die textile Struktur der Weste zu waschen. Ein echter Pluspunkt für eine Ausrüstung, die regelmäßig getragen wird, besonders nach matschigen Fahrten oder sommerlichen Tagen.

Verbesserungspunkte
Auch wenn das Fazit sehr positiv ist, gibt es einige Punkte, die du beachten solltest.
Der erste betrifft die sichere Aufbewahrung. Nur eine kleine Tasche hat einen Reißverschluss, was die Möglichkeiten einschränkt, bestimmte Wertgegenstände wie Autoschlüssel oder Geldbörse sicher zu verstauen.
Der zweite betrifft die Wärme. Trotz eines atmungsaktiven Designs bleibt der Venture eine schützende Weste mit umfassender Abdeckung.
Das sind keine unüberwindbaren Mängel, sondern eher Punkte, die du je nach Fahrstil und Fahrbedingungen berücksichtigen solltest.
Für wen ist der Bluegrass Venture geeignet?
Der Venture richtet sich hauptsächlich an regelmäßige Enduro- und All-Mountain-Fahrer, die ihr Equipment leichter gestalten wollen, ohne auf Schutz zu verzichten.
Er eignet sich besonders für diejenigen, die nur mit einem kleinen Rucksack fahren, um ein paar Werkzeuge, Wasser und eine Jacke zu transportieren. In diesem Fall ist der Komfort- und Stabilitätsgewinn sofort spürbar.

Urteil
Der Bluegrass Venture bietet eine echte Alternative zum Rückenprotektor + Rucksack Duo.
Sein Hauptvorteil ist seine Fähigkeit, vergessen zu lassen, dass man sowohl einen Schutz als auch ein Hydrationssystem trägt. Der Halt ist excellent, der Komfort gegeben und die Organisation gut durchdacht, um die Bedürfnisse der meisten Enduro-Touren abzudecken.
Ich habe besonders seine Stabilität bei Abfahrten sowie die Möglichkeit, die Schutzplatten zum Reinigen leicht zu entfernen, geschätzt.
Natürlich fehlen einige sichere Staufächer und er kann an heißen Sommertagen warm halten, aber diese Grenzen werden durch seine Qualitäten im Gelände weitgehend ausgeglichen.
Nach mehreren Wochen Test im Training und Rennen ist es schwer, zu einer klassischeren Konfiguration zurückzukehren. Der Bluegrass Venture wird mich künftig bei meinen Enduro-Touren ebenso begleiten wie an meinen Tagen im Bikepark.
