Sie ist eine der am heißesten erwarteten Serien für Liebhaber von langen Distanzen und absolutem Komfort: Die „Max“-Reihe von Asics kehrt mit ihrer fünften Generation zurück – dem Trabuco Max 5. Mit dem Versprechen von „Wolken unter den Füßen“ und mühelos abgespulten Kilometern fasziniert dieser Schuh bereits durch seine imposante Statur. Doch wie schlägt er sich wirklich, wenn es auf technische Trails oder in den Schlamm geht?
Um das herauszufinden, haben wir diese Neuheit Julie von Alltricks anvertraut. Als erfahrene Marathonläuferin hat sie den Schuh auf Herz und Nieren geprüft – auf unterschiedlichstem Terrain, von gut befestigten Waldwegen bis hin zu rutschigen Steigungen. Hier ist das Urteil nach 50 Testkilometern.

Gelungener Design und überraschende Leichtigkeit für ein „Max“-Modell
Das erste echte Urteil fällt oft schon in dem Moment, in dem man den Schuh aus dem Karton nimmt. In diesem Punkt lässt der Trabuco Max 5 niemanden kalt. Was mir als Erstes positiv auffiel, war die Ästhetik: Es ist ein optisch sehr gelungener Schuh, und die Farbgebung hat mir extrem gut gefallen. Die Farbmischungen sind sehr stimmig und machen direkt Lust darauf, den Schuh anzuziehen.
Sobald man ihn in die Hand nimmt, fällt ein Detail sofort auf: der Kontrast zwischen dem massiven Volumen und dem tatsächlichen Gewicht. Für einen Schuh mit einer so dicken Sohle fühlte er sich auf Anhieb überraschend leicht an.
Auch bei der Verarbeitung wirkt der Schuh ausgewogen. Auffällig ist das Schnürsystem mit kleinen Schlaufen, das zwar etwas filigran wirken mag, dem Ganzen aber eine originelle Note verleiht – während der Testläufe gab es damit keinerlei Probleme. Ein weiteres gut durchdachtes ergonomisches Detail ist die elastische Schnürsenkel-Halterung an der Zunge, die sich als wirklich praktisch erweist.
Asics verspricht einen komfortablen, etwas breiter geschnittenen Schuh, der für die Langstrecke konzipiert ist. Auf den ersten Blick löst der Schuh dieses Markenversprechen definitiv ein.
50 km Test: vom Schlamm bis zu rollenden Wegen Um das Versprechen der Marke zu überprüfen, bin ich etwa 50 Kilometer auf verschiedenen Strecken und Untergründen gelaufen. Meine Läufe waren zwischen 5 und 22 km lang, sodass ich den Schuh sowohl auf kurzen Joggingrunden als auch auf längeren Strecken beurteilen konnte. Mein Terrain war bewusst vielseitig gewählt: Asphalt, Pfade und unebene Wege. Die Wetterbedingungen ermöglichten es mir, den Grip auf trockenem und schlammigem Untergrund auf Herz und Nieren zu testen. Ich habe also mit dem Trabuco Max 5 eine ganze Reihe unterschiedlicher Situationen gemeistert.
Testsbedingungen
Um die tatsächlichen Fähigkeiten des Trabuco Max 5 zu beurteilen, reichte ein bloßer Blick nicht aus. Das Testprotokoll erstreckte sich über eine Gesamtdistanz von etwa 50 Kilometern, verteilt auf verschiedene Läufe und Untergründe.
- Das Testgelände: Das Spektrum war breit gefächert und reichte von Asphalt (unvermeidlich für die Verbindungsstücke) über Waldwege bis hin zu unebenen und steinigen Pfaden.
- Die Wetterbedingungen: Der Schuh musste sich sowohl bei Trockenheit als auch bei Matsch beweisen – ideal, um die Vielseitigkeit der Gummimischung zu testen.
- Art der Einheiten: Das Programm umfasste kurze Läufe (5 km) bis hin zu längeren Distanzen (22 km), hauptsächlich im Bereich lockeres Laufen und Grundlagenausdauer, ergänzt durch „einige Sprints, um die Dynamik zu testen“.
Meine Erwartungen lagen vor allem beim Komfort und dem Grip. Der Schuh wird mich sicher bei künftigen Trailruns begleiten können, egal ob auf schnellen, flachen Passagen oder in schlammigem Gelände.

Ein effizienter FFBlast+ Schaumstoff: Perfekt am Berg, aber primär auf Komfort getrimmt
Es ist an der Zeit zu sehen, was wirklich im Trabuco Max 5 steckt. Meine Erwartungen lagen vor allem beim Komfort und beim Grip.
Für meine Trail-Einheiten ist die Dämpfung perfekt. Sie ist etwas fester, aber genau das gefällt mir persönlich sehr gut. Da der Vorfußbereich etwas dynamischer gestaltet ist, wirkt der Schuh insgesamt sehr ausgewogen.
Die verwendete Schaumstoff-Technologie wirkt besonders an Steigungen wahre Wunder. Bergauf ist der FFBlast+ Schaumstoff einfach top: Er ist reaktiv und lässt den Schuh leichter und dynamischer wirken als in der Ebene. Den Rebound im Vorfußbereich finde ich beim Bergauflaufen richtig angenehm.
Täuschen lassen sollte man sich jedoch nicht: Dies ist kein Schuh für Sprints. Was die Dynamik betrifft, ist er etwas zu schwer, um von einer signifikanten Energierückgabe zu sprechen. Das Laufgefühl ist angenehm, aber ich würde nicht sagen, dass er den Schritt aktiv nach vorne katapultiert. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Komfort. Auf Asphaltpassagen zeigt er sich etwas steif, aber das ist bei 80 % aller Trailschuhe der Fall.
Zusammenfassend kann ich folgendes sagen: Bei lockeren Läufen erfüllt er voll und ganz seinen Zweck. Er ist sehr bequem, und man kann Kilometer um Kilometer abspulen, ohne dass der Komfort nachlässt. Im Gelände blieb dieses komfortable Gefühl konstant, während er sich auf der Straße etwas fester anfühlte.
Makelloser Grip, der das fehlende Bodengefühl ausgleicht
Dies war die andere große spannende Frage. Bei einer derartigen Sohlenhöhe ist die Stabilität oft die Achillesferse von Maximalist-Modellen.
Fangen wir mit dem Grip an: Dieser ist exzellent. Auf Waldwegen ist er perfekt, und die Stollen sind sehr effizient. Sie halten selbst auf rutschigen Abschnitten und bei Schräglagen sehr gut. Zudem scheint der Zehenschutz (Pare-pierre) seinen Job gut zu machen; ich hatte in dieser Hinsicht keinerlei Probleme.
Was die Stabilität angeht ist meine Mezinung etwas nuancierter. Überraschenderweise wurde ich – trotz des breiten Vorfußbereichs – in der Flüssigkeit meines Schritts nicht eingeschränkt; es fühlt sich ziemlich natürlich an. Auch in Kurven habe ich keine Instabilität verspürt.
Allerdings ist der Schuh breit und dick. Die direkte Folge daraus ist, dass man weniger spürt, was unter dem Fuß passiert. Das ist ein kleiner Minuspunkt: Man kann etwas aus dem Gleichgewicht geraten, da sich die Sohle weniger an Unebenheiten anpasst. Wer gerne ein gewisses Feedback vom Untergrund spürt, wird hier enttäuscht sein. Auf steinigem Terrain ist Vorsicht geboten, da man im Vorfußbereich sehr hoch steht und somit an Präzision einbüßt.

Beruhigende Robustheit für viele Kilometer
Nach diesem Test zeigt der Schuh keinerlei Schwächeerscheinungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Schuh über lange Zeit sehr stabil bleibt. Er wirkt auf mich solide und langlebig. Ich traue ihm absolut zu, dass man mit ihm sehr lange Distanzen bewältigen kann, ohne dass er an Qualität einbüßt.
Für welchen Läufertyp ist der Schuh geeignet?
Dieses Modell richtet sich in erster Linie an Läuferinnen und Läufer, die Wert auf maximalen Komfort legen.
- Morphologie: Der Schuh eignet sich hervorragend für normale bis breite Füße. Da er nach meinem Empfinden eher weit geschnitten ist, denke ich, dass er für Personen mit sehr schmalen Füßen weniger geeignet ist.
- Einsatz: Ideal für lange Läufe oder entspannte Runden in der Natur, bei denen man sich rundum geschützt fühlen möchte.
Fazit: Die ideale Begleiterin für die Langstrecke (sofern man keine schmalen Füße hat)
Der Asics Trabuco Max 5 hält, was er verspricht. Es ist ein Schuh, der zu seiner Statur steht: Er ist dafür gemacht, lange zu halten und optimalen Schutz zu bieten.
Er ist ideal für alle, die einen Schuh suchen, der sie zuverlässig durch schnelle und auch schlammige Trail-Einheiten begleitet. Sein unfehlbarer Grip und der hohe Einstiegskomfort machen ihn zu einem wertvollen Freund auf den Trails.
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