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Performance im Fokus: Der Hoka Rocket X Trail - Erfahrungsbericht von Thibault Garrivier

02 octobre 2025

Die Hoka Rocket X Trail sorgt bereits für viel Gesprächsstoff in der Trailrunning-Szene. Getragen von Thibaut Garrivier bei seinem beeindruckenden 5. Platz beim UTMB, zählt sie zu den ambitioniertesten Modellen der Marke – und das zu Recht! Diese Leistung unterstreicht ihr Potenzial auf den anspruchsvollsten Trails und unter den extremen Bedingungen, wie sie bei Ultraläufen typisch sind.

Thibault konnte sie vorab ein Jahr lang während seines Trainings auf allen Distanzen und unter allen Bedingungen testen.

Testbedingungen

Der Test dieses Trailrunning-Schuhs wurde über einen langen Zeitraum durchgeführt – etwa ein Jahr – mit einer Gesamtdistanz von rund 1000 bis 1200 Kilometern. Getestet wurde auf allen erdenklichen Untergründen und in unterschiedlichstem Gelände: von asphaltierten Radwegen bis hin zu hochalpinen Geröllfeldern auf über 3000 Metern Höhe. Auch die Trainingsformen waren abwechslungsreich – von lockeren Läufen bis hin zu Tempodauerläufen, allerdings ohne gezielte VMA-Einheiten. Die Wetterbedingungen deckten das gesamte Spektrum ab – sogar Schnee. Die getesteten Distanzen reichten von kurzen bis hin zu mittleren, langen und sogar Ultraläufen. Das Highlight: Thibaut hat den UTMB mit diesem neuen Modell – 175 km mit über 10.000 Höhenmetern!

Komfort und Halt

Der Schutz des Fußes ist für einen Trailrunning-Schuh als gut zu bewerten, stößt jedoch in sehr technischen Geröllpassagen an seine Grenzen – hier spürt man, dass es sich in erster Linie um einen Wettkampfschuh handelt. Der Halt von Fuß und Sprunggelenk ist eindeutig eine Schwachstelle: Um die gewünschte Effizienz und Dynamik zu erreichen, wurde hier ein klarer Kompromiss gemacht. Das kann sich insbesondere in anspruchsvollen Passagen bemerkbar machen, in denen seitliche Stabilität stärker gefordert ist. Die Passform entspricht dem bei Hoka üblichen Standard – in diesem Fall normale Breite. Seitliche Reibung wurde nicht festgestellt, was es ermöglicht, auch längere Distanzen ohne spürbare Druckstellen oder Reibung zu laufen.

Fußschutz

Sprunggelenk- und Fußhalt

Grip und Stabilität

Auf trockener Piste und festem Schotter bietet die Sohle ausreichend Grip und ermöglicht ein sicheres Laufgefühl. In Matsch hingegen stößt der Schuh schnell an seine Grenzen – hier fehlt es spürbar an Biss. Auch auf Schnee bietet er keinerlei Halt, was seinen Einsatzbereich auf winterlichen oder rutschigen Untergründen deutlich einschränkt.

In Bezug auf Stabilität weiß der Schuh positiv zu überraschen: Selbst bei fortschreitender Ermüdung, etwa im Langstrecken- oder Ultrabereich, bleibt das Laufverhalten stimmig, stabil und vertrauenerweckend.
Auf kürzeren, technisch anspruchsvollen Strecken wie beim Skyrunning zeigt er hingegen seine Grenzen – diese Bedingungen gehören nicht zu seinem bevorzugten Untergrund.

Grip und Griffigkeit

Stabilität

Dämpfung, Dynamik und Atmungsaktivität

Das natürliche Abrollverhalten wird durch die Carbonplatte teilweise eingeschränkt, was die Bewegungsfreiheit reduziert und das Laufgefühl stärker an einen Straßenschuh erinnert. Dafür punktet das Modell bei der Dämpfung, die klar zu den größten Stärken gehört: Sie ist sowohl im Vorfuß als auch in der Ferse deutlich spürbar und sorgt für anhaltenden Komfort – auch auf Ultradistanzen. Auch das Dynamikverhalten ist bemerkenswert: Es wird als „das Nonplusultra im Trailrunning“ beschrieben, mit einem Laufgefühl, das dem der besten Straßenlaufschuhe nahekommt. Zuletzt überzeugt auch die Atmungsaktivität: Das eingesetzte Mesh-Obermaterial leistet gute Arbeit – selbst beim Durchqueren von Bächen trocknet es schnell und hilft, die Füße relativ trocken zu halten und feuchtigkeitsbedingte Unbequemlichkeiten bei langen Läufen zu vermeiden.

Abrollverhalten

Dämpfung im Vorfuß- und Fersenbereich

Dynamik

Atmungsaktivität

Allgemeiner Eindruck

Ich musste meine Schuhgröße nicht ändern, aber wenn man zwischen zwei Größen schwankt, würde ich eher empfehlen, die größere zu wählen. Was die Haltbarkeit betrifft, rechne ich mit 700 bis 800 Kilometern auf Trails à la UTMB, ohne größere Probleme – und das, obwohl ich Schuhe eher hart rannehme. Für mich ist das DIE ideale Schuhwahl für den UTMB, zumindest von Chamonix bis Champex.
Allerdings stößt das Modell bei technisch anspruchsvollen Trails und in sehr schnellen, technischen Downhills an seine Grenzen. Energieeffizienz und Laufökonomie erinnern eher an moderne Straßenlaufschuhe der neuen Generation als an klassische Trail-Modelle. Wichtig: Man sollte den Schuh nicht direkt im Wettkampf einsetzen. Die verbaute Carbonplatte kann bei ungewohntem Einsatz Spannungen an der Achillessehne und Plantarfaszie verursachen. Ich empfehle daher, ihn schrittweise ins Training zu integrieren, um sich gut daran zu gewöhnen.

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