Im vergangenen März brachte MAGURA den GUSTAV PRO offiziell auf den Markt, nachdem er zuvor nur an Komplettbikes verbaut war! Wir konnten ein komplettes Set testen, um es auf unseren technisch anspruchsvollen Trails im Südosten Frankreichs zu erproben. Zur Erinnerung: Der GUSTAV PRO ist die neue MTB-Bremse vom Typ Gravity/E-Bike, mit überdimensionierten Komponenten, die maximale Leistung und Stabilität bieten.
Testübersicht der MAGURA Gustav Pro
- Vorstellung der beteiligten Komponenten
- Montage der MAGURA Gustav Pro für unseren Test
- Erste Eindrücke während des Tests
- Unsere Eindrücke nach kurzem Einbremsen
- Fazit unseres Tests der MAGURA Gustav Pro
Vorstellung der mitgelieferten Komponenten
Das First Edition Kit (limitierte Auflage) enthält folgende Komponenten: ein Paar Bremsen, MDR-S 2.5 Bremsscheiben, Adapter sowie Ersatzteile zum Kürzen der Leitungen mit der neuen Easylink-Technologie. Kurz gesagt: alles, was man braucht, um das Bremssystem einfach und hochwertig aufzurüsten!
Auf die Geschichte dieser Bremse und die rein technischen Daten möchte ich hier bewusst nicht näher eingehen – diese finden sich problemlos auf der Seite Magura Gustav Pro. Stattdessen konzentriere ich mich auf die Eindrücke und die Performance im Gelände. Einige wichtige Infos über die Gustav Pro gibt’s trotzdem vorab:
| Kategorie | Details |
| Typischer Einsatz | Enduro, Downhill, E-MTB, Lastenrad, Longtail, Elektrisches Citybike |
| Gewicht | 348 g |
| Anzahl der Kolben | 4 |
| Material des Bremsgriffs | Karbonatstruktur |
| Freischwimmer | Bremshebel PRO, Aluminium |
| Einstellung des Schutzes | ohne Werkzeug |
| Bremszange | aus einem Stück geschmiedet, Aluminium |
| Bremsbelag | 13.S |
| Leitungsanschluss | EASY LINK |
| Schelle | Aluminium, integrierte Shiftmix-Option |
Montage der MAGURA Gustav Pro für unseren Test
Für unseren Test wurde das Bremsenpaar an einem elektrischen Mountainbike vom Typ Rocky Mountain Instinct Power Play montiert – in einer Konfiguration mit einem Gesamtgewicht von etwa 25 kg.
Die Montage verlief dank der neuen Easylink-Technologie sehr einfach und schnell: Die Leitung lässt sich mit einem einfachen Klick am Bremshebel anschließen – ganz ohne Entlüften! Eine echte Revolution für alle Rahmen mit innenverlegten Leitungen.
Nach etwa 30 Minuten für den Einbau und die Einstellungen waren wir bereit für unsere ersten Fahrten auf den lokalen Trails.
Erster Fahreindruck bei unserem Test
Der erste Eindruck ist ein klarer, direkter Druckpunkt mit einer schnellen Einstellung der Hebelweite – so lässt sich die Bremse schnell an jede Handgröße anpassen. Das Ansprechverhalten ist trocken, aber nicht zu hart – man spürt den Kontaktpunkt sehr deutlich.
Am Bike wirken die Bremssättel und Bremshebel massiv und hochwertig verarbeitet. Optisch hat man sofort das Gefühl: Das Ding kann einen LKW stoppen. Wenn das Fahrgefühl hält, was der erste Eindruck verspricht, dann steht uns etwas Großes bevor!
Der Vorteil von so großen und starken Bremsen ist, dass man laut der Marke ohne Einfahren losfahren kann. Denn durch die hohe Steifigkeit der Scheibe und die leichte Dosierbarkeit besteht keine Gefahr, dass die Bremsbeläge vereisen. In der Praxis wird man dennoch ein oder zwei Abfahrten abwarten müssen, um das volle Potenzial der Bremsen auszuschöpfen.
Unsere Eindrücke nach kurzem Einbremsen
Nachdem Beläge und Scheiben eingefahren sind, zeigt die Bremse eine sehr starke, aber dennoch sanfte Bremskraft. Man ist weit entfernt von einer ruckartigen Bremse, die weniger erfahrene Fahrer vor Probleme stellen könnte.
Das Ansprechverhalten ist klar, der Druckpunkt deutlich definiert, aber nicht aggressiv. Danach nimmt die Bremskraft kontinuierlich über den gesamten Hebelweg zu. Auf sehr trockenen Untergründen, wie den rollenden Steinen im Süden, erreicht man oft die Haftungsgrenze der Reifen, bevor die maximale Bremsleistung ausgeschöpft ist!
Dank der präzisen Dosierbarkeit fühlt man sich dabei nie überfordert.
Im Verlauf der Abfahrten fällt besonders eines auf: die Konstanz des Bremsdruckpunkts. Selbst nach anspruchsvollen, technischen Abfahrten mit fast 400 Metern Gefälle bleibt die Bremse von oben bis unten gleichmäßig und zuverlässig. Das ist sehr beruhigend – vor allem bei einem 25-kg-E-Bike, das mit voller Wucht über die Steine fährt!
Diese feine Dosierbarkeit kann für Fahrer, die eine aggressivere, kräftige und kurze Bremsung suchen, jedoch auch ein Nachteil sein. Mit den GUSTAV PRO ist das Bremsen eher sanft und man muss seinen Fahrstil entsprechend anpassen. Hat man sich daran gewöhnt, beeindruckt die Bremse mit Kraft und Konstanz.
Außerdem ist die 2,5 mm dicke Bremsscheibe sehr unempfindlich gegen Verzug, was zu einem nahezu geräuschlosen Betrieb (kein störendes Schleifen) und einer vibrationsfreien Funktion führt. Dank der minimalen Verschleißgrenze von 2,1 mm und 40 % mehr Belagmaterial muss man nach dem Einbau lange nicht mehr in die Werkstatt!
Fazit unseres Tests der MAGURA Gustav Pro
Einfachheit, Effizienz, Sicherheit – das sind die drei Worte, die die GUSTAV Pro am besten beschreiben. Einfach in der Handhabung und Wartung, effektiv im Gelände dank beeindruckender, aber nicht überwältigender Bremskraft, und sicher durch sehr vorhersehbares, langlebiges und konstantes Bremsverhalten.
Ein Bremspaar, das in jede Hand gehört – für E-Bikes mit 2,5 mm Scheiben, für Enduro mit MDR-P (oder MDR-C für Gewichtsersparnis) und sogar für Lastenräder in der Stadt, wo die Kraft besonders geschätzt wird, wenn das Rad beladen ist!
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