Der Nimbus ist viel mehr als nur ein Schuh: Seit 1999 ist er das Aushängeschild für absoluten Komfort bei Asics. Die japanische Marke hat uns daran gewöhnt, ihr Flaggschiffmodell jedes Jahr zu Beginn des Jahres zu erneuern, doch diese 28. Auflage kam etwas früher auf den Markt. Handelt es sich um eine Marketingentscheidung, um direkt unter dem Weihnachtsbaum zu landen? Wie dem auch sei, mir hat es nichts ausgemacht.
Als Mitglied des Alltricks-Teams und treuer Anhänger der Marke bin ich seit Februar dieses Jahres mit den Nimbus 27 gelaufen. Da meine 27er eindeutig das Ende ihrer Lebensdauer erreichen hatte, wartete ich ungeduldig auf die Version 28. Ich wollte weder dasselbe Modell wieder kaufen, noch die Aiscs-verlassen. Da ich sehr anfällig für Blasen bin, haben mich meine wenigen Seitensprünge von der japanischen Marke oft teuer zu stehen gekommen; daher bleibe ich lieber bei einer sicheren Wahl. Als sich die Gelegenheit bot, sie intern zu testen, habe ich daher sofort zugeschlagen.

Test der Asics Gel-Nimbus 28
- Eindrücke auf den ersten Blick
- Erste Handhabung der Nimbus 28 für den Test
- Praxistest des ASICS Gel-Nimbus 28
- Was bleibt von diesem Test des ASICS Gel-Nimbus 28?
- Übersichtstabelle: Fazit zum ASICS Gel-Nimbus 28
- Bonus: Nimbus 27 oder Nimbus 28?
Eindrücke auf den ersten Blick
Design
design
Mein erster Eindruck ist sehr positiv: Der Schuh ist leichter als der Nimbus 27 und wiegt 271 Gramm gegenüber 305 Gramm bei der Vorgängerversion (zumindest in meiner Größe 42). Diese Gewichtsersparnis ist sehr willkommen, auch wenn dieser Schuh nicht dafür konzipiert ist, federleicht zu sein, und ich, ehrlich gesagt, aufgrund meines Leistungsniveaus keinen großen Unterschied feststellen werde. Der Nimbus bleibt der bequemste und stützendste Schuh der Asics-Reihe, und ich muss sagen, dass man das schon beim ersten Schritt merkt: Er ist wie ein echter Hausschuh. Die Dämpfung ist unglaublich und der Fuß fühlt sich genau richtig frei an, mit einer festen Ferse.
Was das Design angeht, finde ich, auch wenn das ein subjektives Kriterium ist, dass dieser Nimbus 28 gut in den aktuellen Trend passt. Meiner Meinung nach hat Asics seit dem Nimbus 24 einen echten Meilenstein erreicht: Das berühmte sichtbare Gel in der Zwischensohle ist verschwunden, was mir persönlich sehr gut gefällt. Ein Detail, das ich wirklich cool finde: Asics gibt auf der Innensohle die CO2-Emissionen an, die bei der Herstellung entstanden sind. Manche werden sagen, dass das nebensächlich ist, aber ich persönlich finde es wirklich gut, dass eine Marke dies angibt. Es ist ein wertvoller Hinweis, um sich unserer CO2-Bilanz bewusst zu werden, und in einer Zeit, in der manche Unternehmen schreckliches Greenwashing betreiben, übertreibt Asics es nicht mit der Kommunikation, sondern macht in aller Stille Fortschritte: Laut den angegebenen Zahlen verursachte der Nimbus 27 bei der Herstellung 10,6 kg CO2, während es beim 28er jetzt 9,3 kg sind.
Was die Leistung angeht, erwarten wir kein Wunderwerk, sondern eher einen sehr guten, komfortablen Trainingslaufschuh, der sich für Geschwindigkeiten zwischen 5 und 6 min/km eignet. Mein einziger Zweifel vor diesem ersten Lauf betrifft die Stabilität. Angesichts der Höhe der Sohle bin ich etwas skeptisch, da dies meiner Meinung nach die Schwachstelle der Vorgängerversion war.

Erste Handhabung der Nimbus 28 für den Test
Komfort
Schnürsystem
Fußhalt
Schon bei den ersten Schritten überzeugt der Schuh mit absolutem Komfort.
Der Vorteil, meinen Test einige Tage nach manchen Medien zu veröffentlichen, ist, dass ich hier und da lesen konnte, die Nimbus 28 biete eine eher feste Dämpfung. Das entspricht jedoch ganz und gar nicht meinem Eindruck: Ich empfinde sie als unglaublich angenehm. Auch die Schnürung ist hervorragend. Meiner Ansicht nach sind die Schnürsenkel ausreichend lang und halten nach dem Binden perfekt.
Wie bereits erwähnt, habe ich relativ schmale Füße und lange Zeit unter Blasen gelitten. Mein Podologe hat dieses Problem gelöst, indem er mir eine spezielle Schnürtechnik gezeigt hat, die sogenannte „Lock-Schnürung“. Diese Art der Schnürung ist nur bei Schuhen mit freier Zunge möglich, was hier der Fall ist, da die Nimbus 28 keinen geschlossenen Innenschuh besitzt. Für mein Profil ist das ein absoluter Pluspunkt.
Das eigentliche „Wunder“ liegt jedoch im Halt. Bei der Nimbus 27 musste ich die Schnürung zwingend anpassen, um Blasen zu vermeiden. Bei dieser Nimbus 28 hatte ich selbst mit der Standard-Schnürung keinerlei Probleme. Es ist schwer zu identifizieren, was Asics konkret an der Konstruktion verändert hat, aber für mich ist der Halt schlichtweg herausragend. Der beste, den ich je bei einem Laufschuh erlebt habe, da der Fuß nicht mehr im Schuh schwimmt, wie es bei vielen meiner früheren Modelle der Fall war.

Praxistest des ASICS Gel-Nimbus 28
Fußschutz
Grip und Traktion
Ich habe den Nimbus bei fünf Trainingseinheiten zwischen 7 und 13 Kilometern auf Straßen, Waldwegen und im Park des Versailles Schlosses getestet. Was das Tempo angeht, bin ich je nach Übung von 4:15 auf 6:00 min/km gekommen.
Zunächst möchte ich von dem Fußschutz des Nimbus 28 berichten. Bei einem Straßenlaufschuh erwartet man nicht unbedingt einen Steinschutz, was gut ist, denn es gibt keinen. Tatsächlich wird der Fuß vor allem durch die Kombination aus PureGel und FlyteFoam Blast Plus-Schaumstoff geschützt, der Stöße selbst auf beschädigtem Asphalt oder altem Beton perfekt absorbiert. Man spürt die Unebenheiten des Bodens fast gar nicht. Auch auf diesem Untergrund leistet die neue ASICSGrip-Hybrid-Außensohle auf trockenem Boden gute Arbeit und bietet im Wald auf breiten Wegen eine tadellose Traktion. Ich habe die Grenzen der Traktion des Schuhs nicht wirklich ausloten können, vielleicht auf nassem Pflaster mit leichtem Moosbewuchs. Aber trotz des Regens, den wir derzeit in der Region Paris haben (und seltsamerweise oft am Wochenende), bleibt der Nimbus sehr komfortabel.
Stabilität
Abrollverhalten
Die Stabilität war für mich das große Fragezeichen. Trotz einer nach wie vor hohen Sohle fand ich den 28er einen Hauch stabiler als den 27er, auch wenn dies nicht die Stärke des Schuhs ist. Der Halt der Ferse ist sehr gut, aber ich finde, dass der Schuh auf abschüssigem Gelände immer noch etwas an Stabilität vermissen lässt. Wenn Sie Pronierer sind, würde ich ihn Ihnen nicht empfehlen (der Gel-Kayano ist besser geeignet). Das Abrollen des Fußes ist jedoch äußerst natürlich: Der Übergang von der Ferse zum Vorfuß begleitet den Schritt, ohne ihn einzuschränken, unterstützt durch einen angenehmen 8-mm-Drop, der die Waden schont.
Dynamik
Atmungasaktivität
Was die Dynamik angeht, konzentriert sich der Nimbus weiterhin auf Komfort, bietet aber dennoch eine ordentliche Federung. Bei meinem Joggingtempo (5 bis 6 min/km) war ich überrascht, dass ich viel besser abfedern konnte als mit meinem Nimbus 27 (der immerhin schon eine ganze Menge Kilometer hinter sich hat). Wenn man jedoch auf 4:15 min/km beschleunigt, merkt man, dass der Schuh nicht mehr in seinem Element ist: Die Energierückgabe lässt nach und der Schuh scheint am Boden zu kleben. Wer hatte nun mehr zu leiden, der Läufer oder der Nimbus? Das bleibt abzuwarten, aber unter 4:30 min/km ist dies eindeutig nicht seine bevorzugte Verwendung. Das trifft sich gut, denn es ist auch nicht meine.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass der neue Schaft aus Funktionsstrick ein voller Erfolg ist: Das Mesh ist luftig genug, um auch nach einer Stunde Laufen ein Überhitzen zu verhindern, und bietet gleichzeitig den nötigen Halt. Letztendlich hatte ich nur um 4:15 Uhr ein leichtes Wärmegefühl, aber ich wollte noch einmal versuchen, etwas mehr Gas zu geben (sowohl mit dem Schuh als auch mit mir selbst), daher kann man ihm das nicht übel nehmen, da er, wie ich wiederholen möchte, nicht für dieses Tempo ausgelegt ist.

Was bleibt von diesem Test des ASICS Gel-Nimbus 28?
Zum Abschluss dieses Tests des Nimbus 28 lässt sich sagen, dass er seinen Platz unter den bequemsten Laufschuhen bestätigt. Seine größte Stärke ist zweifellos seine Fähigkeit, selbst für schmale Füße, die wie meine zu Blasen neigen, einen tadellosen Halt zu bieten. Nach etwa fünfzig Kilometern ist es noch schwer, seine Lebensdauer vorherzusagen, aber die Konstruktion scheint sehr solide zu sein. Die Nimbus-Modelle sind in der Regel auf Langlebigkeit ausgelegt, meine Nimbus 27 haben fast 800 Kilometer zurückgelegt (genauer gesagt 795, ich muss noch einen letzten kleinen Lauf machen, um die 800 zu knacken), aber ich rechne damit, dass ich mit diesen 28 genauso weit komme. Hier noch ein paar mögliche Kaufempfehlungen, falls Sie sich zu einem Kauf entschließen sollten:
- Größe: Ein wichtiger Punkt. Obwohl der Halt ausgezeichnet ist, fand ich, dass der Schuh etwas an Stabilität zweifeln lässt. Um dies auszugleichen und den Halt des Fußes zu optimieren, habe ich eine halbe Größe kleiner als meine bisherigen Nimbus 27 gewählt (42 statt 42,5). Mein Tipp, wenn du dich in derselben Situation befindest: Nimm deine übliche Schuhgröße und wähle nur eine halbe Nummer größer statt einer ganzen Nummer.
- Ist er der richtige Schuh für dich? Wenn du als Läufer oder Läuferin einen äußerst bequemen Schuh für dein Training suchst und mit einer Geschwindigkeit zwischen 5:00 min/km und 6:30 min/km auf Straßen oder sauberen Wegen läufst, ist dieser Schuh genau das Richtige für dich. Wenn du aber eine ausgeprägte Pronation hast, ist der Gel-Kayano besser geeignet, da der Nimbus auf unebenem Gelände etwas empfindlicher ist.
Übersichtstabelle: Fazit zum ASICS Gel-Nimbus 28
| Stärke | Schwäche |
|---|---|
| Unglaublicher Komfort und Dämpfung | Stabilität bei Schräglagen noch verbesserungsfähig |
| Perfekter Halt (auf Wiedersehen, Blasen!) | Mangelnde Reaktionsfähigkeit unter 4:30 min/km |
| Anzeige der CO2-Emissionen auf der Innensohle (kein Greenwashing, sondern einfach nur ein cleverer Werbegag) |
Zum Schluss: Nimbus 27 oder Nimbus 28 ?

Zum Schluss nach fast 10 Monaten mit den Nimbus 27 und nachdem ich die neuen Nimbus 28 getestet habe, welche würde ich euch empfehlen?
Ehrlich gesagt, die Nimbus 28 haben mir wirklich richtig gut gefallen. Ich finde sie deutlich dynamischer als die 27 (auch wenn man zugeben muss, dass der Vergleich ein bisschen unfair ist: Alte, abgelaufene Schuhe gegen nagelneue Paare…). Was den Komfort angeht, wirst du bei beiden Modellen bestens aufgehoben sein: Der Unterschied ist so minimal, dass er kaum spürbar ist: Beide liegen auf Top-Niveau.
Für mich machen drei Punkte den Unterschied aus:
- Stabilität: Die Nimbus 28 korrigieren einige Schwächen der 27.
- Halt: In dieser neuen Version wirklich erstklassig.
- Gewicht: Der größte Unterschied. Fast 60 Gramm leichter pro Paar. Das spürt man definitiv.
Fazit: Hier geht es um einen Schuh, der ganz klar auf Komfort ausgelegt ist. Wenn du die Nimbus 27 zu einem richtig guten Preis findest, zögere nich, du wirst eine verlässliche und bewährte Option bekommen. Wenn du aber eine stabilere Plattform, deutlich weniger Gewicht und einen außergewöhnlichen Halt suchst (besonders für schmale Füße), dann warten die Nimb
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